Beim MDR gibt es immer wieder Korruptionsverdachts-Momente, so auch nun wieder mit einem Beitrag von Hier ab Vier über den Verein RB Leipzig. Seit W. Mohren (jetzt Pressesprecher bei RW Erfurt) und seinen dunklen Geschäften bei der Vergabe von Werbeverträgen ist der Sender der ARD ständig im Fokus der Ermittler.
Zuletzt bestätigte dies erneut die Staatsanwaltschaft Leipzig im Fall Foht wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue und Bestechlichkeit. Die Prüfer kommen in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass die jahrelange Praxis im Sender geeignet sei, “strafbare Handlungen und Regelverstöße” zu ermöglichen.
Auf unserer Partnerseite gefunden:
Zusammen mit Sandra Walz, der Fanbeauftragten der Roten Bullen, machte sich die rüstige Rentnerin nun für den mitteldeutschen Heimatsender auf zu einem Besuch in das Leipziger Zentralstadion. Sie bekommt dort alles sorgfältig erklärt, auch dass es jetzt Red-Bull-Arena heißt, und hätte sogar beinahe eine kuschelige Fließdecke von RasenBallsport Leipzig sowie eine kultige Perücke des hiesigen Pausenclowns abgestaubt.
Dabei trifft sie in der Fankurve auf Mitglieder des Bulls-Club, einen der größten Fanclubs bei den Bullen, und aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters natürlich auch regelmäßige Stammzuschauer von Hier ab Vier. Sie darf sich anschließend im VIP-Raum mit Timo Rost zu einer Dose Red Bull freundschaftlich duzen und gar die Gegner aus Meppen “Schweine” nennen. Und nein, an alle bösen Zungen da draußen, das war keine Schleichwerbung – so etwas würde es beim MDR niemals geben!
Schaltet sich nun die Staatsanwaltschaft wieder ein oder darf man nun ungeniert Werbung im Senioren-TV für überteuerte Brause machen?
Insgesamt nur 30 Sekunden der gestrigen Pressekonferenz zum Start des neuen Trainers bei der Loksche reichten aus, um die geteilte Stadt Leipzig wieder einmal mehr in helle Aufruhr zu versetzen. Auf eine Frage zum überaus sensiblen Thema “Red Bull Leipzig” antworte Willi Kronhard:
„Eine faire sportliche Partnerschaft irgendwann einmal würde ich nicht ausschließen. Schließlich können beide Seiten von einer Zusammenarbeit profitieren. Dies kategorisch abzulehnen, halte er für wenig produktiv”, so der neue Trainer des 1. FC Lok Leipzig.
http://ostfussball.com/1-fc-lok-leipzig-kronhards-einstieg-als-trainer-1092/
Gut, konnte er vielleicht nicht wissen, aber warum sagt ihm das blos niemand? Die Lokisten kauften sich etxra dafür raus, um ja nichts mit der zusammengekauften Retorte von Red Bull am Hut zu haben. Der nächste Ärger ist nun schon wieder vorprogrammiert, obwohl andere wichtigere Themen eigentlich den Vorrang hätten…
oder wie der Sektenkult nach Leipzig kam
Sie haben ein eigenes Forum, einen eigenen Fanclub sowie ihre eigene Philosophie. Die Rede ist vom eingetragenem Verein (Fanclub) mit Namen Bulls Club. Der Anführer dieser Jünger-Truppe nennt sich selber CK 5555 und bereitet sehr viel Freude beim Lesen im Forum von RB-Fans.de.
Ein Zitat möchte ich gerne hier zum Besten geben!
“Ich kann nur von unserem Fanclub ausgehen, in dem jeder unseren Investor nahezu vergöttert und RED BULL abgöttisch liebt. Seitdem RED BULL hier ist, konsumieren wir Unmengen mehr an den lieblichen Dosen.” (CK5555)
Solche Äusserungen werfen natürlich Fragen auf, zum Beispiel ab wann gehört dieser Okkultismus einer Sekte zugehörig? Ist Taurin schädlicher als bisher angenommen und wieso ist Leipzig seit dem Einstieg der österreichischen Dosenabfüller plötzlich ein Tummelplatz von Vollidioten?
Eins scheint aber sicher, zu viel Energy-Drinks sind aber anscheinend auch keine Lösung…
Januar 2012: Neben den vielen abgespeckten Altstar-Rentnern werden nun auch noch Nationalspieler in der Transferzeit mit ins Rote-Bullen-Team geholt, um den Feierabendfußballern der anderen Mannschaften in der 4.Liga endlich zu zeigen, was wahre Stärke bedeutet. “Was kostet die Welt”, so D. Mateschitz.
Februar 2012: Alles ist Okay mit der Lizenz – der DFB hatte extra einen eigenen Bearbeiter abgestellt, damit auch wirklich nichts schief gehen kann. Die Sorgen wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung und fehlender Gemeinnützigkeit durch den Verein sind alle unbegründet und nun vom Tisch.
März 2012: Nach zwei Niederlagen in Folge werden der Trainer, Manager, Stadionsprecher und Pressesprecher sowie das Maskottchen durch die Zentrale in Fuschl am See ausgetauscht. Nur Tante Ilse behält ihren Job an der Imbissbude für 5,01 Euro über die Zeitarbeit bei den Leipziger Löwen.
April 2012: Tante Ilse klagt aus heiterem Himmel ihren gesetzlichen Mindestlohn für Zeitarbeit ein und bekommt tatsächlich auf dem Leipziger Arbeitsgericht Recht. Da die Zuschauer aber wieder weniger in der Schüssel werden, fliegt Tante Ilse wegen Schließung ihrer Fritten-Bude im Block A.
Mai 2012: Der Aufstieg in die 3.Liga wurde nur knapp verpasst, dafür wurde aber wieder alles von Seiten des SFV getan, damit RB Leipzig wenigstens im DFB-Pokal mitspielen darf. Im Endspiel gegen Chemnitz verlor man zwar, aber der Platz von Dynamo Dresden wurde ja “Dank der Strafe” durch das DFB-Sportgericht frei…
Juni 2012: Trainer, Manager, Stadionsprecher und Pressesprecher sowie das Maskottchen werden erneut durch die Zentrale in Fuschl am See ausgetauscht. In verschiedenen Lokalen trifft man wichtige Personen bei “Heurigen” zu nicht nenneswerten Gesprächen mit diversen Trainern und potenziellen Anwärtern auf die überbezahlten freien Stühle.
Juli 2012: Das Testspiel gegen Kleinkleckersdorf wird abgesagt, nachdem einige Dorfultras dagegen protestierten. Man testet nun gegen Eintracht Trier, denn die kommen immer wenn es etwas gratis abzustauben gibt.
August 2012: Die ursprünglich eingeplanten 100 Mios bis in die 1. Bundesliga sind bereits verbrannt, jetzt wird aber erstmal kräftig nachgelegt, da RB Salzburg aufgrund von permanenter Erfolglosigkeit endgültig abgewickelt wurde.
September 2012: Das Trainingszentrum in Mitten des Naturschutzgebiet des Leipziger Auenwaldes wird weiter gebaut. Die verantwortlichen Behörden haben festgestellt, dass die geschüzten Arten bereits nach der 1. Bauphase den Wald verlassen hatten (wohin auch immer?).
Oktober 2012: In den Leipziger Kindergärten wird erneut ein neuer Name für das neue Maskottchen gesucht. Wird es vielleicht Bullidibu, Bullibrumbrum oder eher Bullimuhmuh? Ein schöner Tag in der dosen-geschmückten Kita geht für die Kleinen zu Ende…
November 2012: Erneute Krise bei selbsternannten Liga-Krösus! Um noch ein paar Zuschauer in das Stadion zu locken, verteilt man tausende zusätzliche Freikarten neben den schon üblichen Free-Tickets in den Verlagen und regionalen Betrieben.
Dezember 2012: Das T-Shirt mit der Aufschrift “Herbstmeister 2012″ wird leider zum absoluten Ladenhüter, da man im letzten Spiel gegen die Weltmacht aus Havelse verlor. Zehntausend dieser Shirts werden nun an die Kitas verteilt. Obwohl sie alle eine Nummer zu groß sind, eignen sie sich doch ganz gut zum Fensterputzen.
ThunderBlaze
Es kann nicht Sinn und Zweck des olympischen und sportliches Gedankes sein, das derjenige Meister wird, oder aufsteigt, der einen Geldbrunnen hat und quasi immer nach schütten kann bis das notwendige Spielermaterial vorhanden ist. Während dessen müssen andere Vereine hart wirtschaften. Auch die Bayern sind nur deswegen soweit oben weil sie A) sportlichen Erfolg (vor der Wende) hatten und B) gut gewirtschaftet haben. Besonders die Zeit vor der Wende war bei den Bayern die Grundlage zu Heute. Die heuten TV-Verträge und Sponsoren-Budgets geben sicherlich noch einen drauf: Aber das sind vertraglich fest fixierte Budgets. Da kann Herr Hoeneß nicht mal in der Winterpause sagen, “Hey wir brauchen noch mal weitere 20 Mio.”. Nein, dann müssen erstmal Voraussetzungen geschaffen werden um nachzurüsten. Fazit des ganzen: Solche Modelle wie RB sind Wettbewerbsverzerrung und vernichten die Fussball- und Fankultur.
Keiner hätte was dagegen gehabt wenn sie als langfristiger Sponsor von Lok oder Sachsen aufgetreten wären. Meinetwegen hätten sie auch ein paar Teile des Vorstandes oder AR stellen können, heut ja auch nicht so ungewöhnlich (aber nicht wegen Machtverhältnisse, sondern weil man so sehr gut an günstiges Know How kommt!). Mit diesem Modell aber haben sich die Österreicher Fussball-(Ost)Deutschland keinen Gefallen getan. Ich kann mir auch nicht vorstellen das es gut fürs Image sein wird, in Liga 1 ständig im Konflikt mit anderen Fans und Vereinen zu sein. Ich seh daher nur 2 Möglichkeiten: Sie ändern ihre Strukturen, wie es bei jedem vernünftigen Verein ausschaut, oder aber sie ziehen wieder ab. Ganz einfach.
Vor dem geplanten Testspiel gegen RB Leipzig scheint ganz Trier aus dem Häuschen zu sein…
Gegen solche Mannschaften macht man keine Testspiele!!!
Ich hoffe, dass man sich noch eines besseren besinnt!
UPDATE: Hier eine Chronologie der Entwicklung seit der Bekanntmachung auf der offiziellen SVE Homepage
16.12.2011, 22h50: Ein erster klitzekleiner Teilerfolg ist zu vermelden – der Text auf der offz. Homepage wurde schon mal dahingehend geändert, dass jetzt nicht mehr von “eine Ehre” gesprochen wird. Trotzdem nach wie vor die Forderung: DIESES SPIEL GEHÖRT VON SEITEN DES SVE ABGESAGT!
16.12.2011: Informativ hier der Link zum Forum auf der Seite des SVE – auch hier wird das Thema kontrovers diskutiert: LINK. Ergänzend verweise ich auch auf die zu diesem Artikel hier (s.u.) sowie bei Facebook in der Gruppe des Blogs (LINK) abgegebenen Kommentare.
17.12.2011, 23h55: Zwischenzeitlich hat sich auch Insane Ultra klar gegen das geplante Testspiel positioniert. Siehe hierzu: LINK
19.12.2011, 21h30: Auch der Supporters Club Trier 2001 hat sich zwischenzeitlich positioniert und hofft auf seiner Facebook-Seite, “dass sich unsere Eintracht ein Beispiel an Traditionsvereinen wie Hessen Kassel oder Union Berlin nimmt und dieses Testspiel absagt.”. Den vollen Text ist unter nachfolgendem Link zu finden: LINK
19.12.2011, 22h30: : Nochmal Insane Ultra. Mit einem “Offenen Brief” an die Verantwortlichen des SVE fordert die Ultra-Gruppierung der Eintracht nochmals, die “negativen Facetten zu überdenken und auf die kritischen Worte der eigenen Fans, dem Motor des Vereins einzugehen”. Den ganzen Brief gibt es auf der Homepage von IU zu lesen: LINK
20.12.2011, 18h17: : Der User “welsal80″ hat im offiziellen Forum des SVE einen -wie ich finde äußerst lesenswerten- Beitrag zum Thema verfasst – zu finden hier: LINK
23.12.2011, 23:00 : Gibt es nun ein Deja Vu für den “Leipziger” Retortenverein? Auch www.ostfussball.com beschäftigt sich mit dem Thema Testspiel RB – Trier:: LINK
http://domi333.blog.volksfreund.de/
„… und Ihr als “Fans´” werdet niemals dazugehören! Für mich zumindest. Und ich stehe nicht allein mit dieser Meinung!…““
Ich könnte das natürlich sofort pauschal zurückweisen und mir fallen da auch ein paar Formulierungen ein, aber ich lass es mal stehen. Es tut eben doch irgendwie „weh“ …Ich setze darauf, dass es die Zeit bringt. Das es Jahre gibt, in denen die Arbeit bei RB auch von kritischen Außenstehenden als ehrliche Trainingsarbeit gewürdigt werden kann. Da muss man bestimmt auch mit Niederlagen/Rückschlägen anders umgehen. Die großen Erwartungshaltungen und dem natürlich fehlenden Grundstock in den Nachwuchsklassen, seien es Spieler oder anderes wichtige Personal, die nicht oder nur begrenzt zu Verfügung stehen, mögen jetzt eine Erklärung sein, lassen sich aber in Zukunft sicher nicht mehr heranziehen.
Wie gesagt ich betrachte mich und mein Umfeld. Auch wenn nicht ich zu jedem Spiel fahre ist mein Verlangen danach in dem letzten Jahr gewachsen. Die Klassiker in der Umgebung lasse ich mir ganz sicher nicht entgehen. Bei Heimspielen lassen wir keins aus. Aber ich bin hier nicht die Hauptperson. Es sind vor allem die vielen Kinder und Jugendlichen, die hier wieder an den Fussball herangeführt werden. Was denkst Du? Hier entsteht unbestreitbar eine ganz enge Bindung. Und ganz ganz sicher, hätte eine Vielzahl von denen ohne RB keine so intensive Berührung mit dem Fussball gehabt.
Ob die für immer RB Fans bleiben? Weiß ich nicht. Erfolg macht nur begrenzt sexy. Aber sie haben in jedem Fall Fussballbegeisterung erlebt und sind offen für GunstWerbung anderer Vereine. (Ich hoffe mal, es wird akzeptiert, dass Kinder ihr FussballHerz auch mehrmals verschenken können). Mach aus dem 100% Boykott mal einen 99,9999…%igen und schau Dir mal ein Spiel an. Schau Dir die Kinder an, du wirst mir quasi zustimmen müssen. ( Diese Einladung gilt für alle …)
Einen Unterscheid zum Marketing Fußball von RB und von denen anderer Vereine gibt es wirklich. Spitzenreiter im Kommerzfußball ist sicher Bayern München. Was dort abgeht, diese quasi Monopolstellung, das ist mir zuwider. Wie dort die eigenen Fans ausgenommen werden, da wäre meine Grenze lange erreicht.
Ich habe nichts gegen das Konzept von RB. Aus meiner Sicht sind hier nämlich die „Fronten“ geklärt. Ich fühle mich auch nicht im entferntesten als Willenloser Teil einer Marketingstrategie. Die Idee dahinter ist aus meiner Sicht simpel , genial und ehrlich. Da letztlich nur selbst und hart erarbeiteter langfristiger Erfolg, aufgebaut auf effektiven und bestmöglichen Training einen Werbeerfolg gibt. Nur so kann RB von den Spitzen- und Extremsportlern profitieren. Also beste, ehrliche Trainingsbedingungen für die Sportler, Imageerfolg für RB.
Du kannst das auch im Fußball umsetzen. Das Konzept mag hier ungewohnt sein und natürlich führt das zu Reflexen. Ich finde die meisten jedoch nicht für gerechtfertigt und die wenigsten für gut begründet. Und vor Allem: ich wüsste nicht wer das in dieser Form nachmachen sollte.
Leere Gästeblöcke und Opernpublikum ist nicht was ich will. Ich habe das eigentlich auch noch nie so gespürt. Selbst auf der Haupttribüne sind mindestens 60% am nächsten Tag heiser. Ich hoffe das bleibt so. Gefühlt wird es immer besser.
Letztendlich:
Hält RB sein Konzept durch, werden sie erfolgreich sein. Dies wird Auswirkungen (und zwar positive) weit über die Region Leipzig hinaus haben. Der Osten braucht einen Verein in der 1. BL +X und das langfristig. Nur dann werden auch „normale“ Sponsoren andere Mannschaften auf dem Weg dorthin pushen.
Warum soviel Geschwafel ohne Inhalt und Fakten?
“Die Versprechungen noch und nöcher gehört haben und die regelmäßig enttäuscht wurden.
Ähm macht doch Rasenballsport Leipzig auch und sind schon grandios in der 4.Liga gescheitert! Also wo ist der Unterschied?
“Die Jahre des auf und ab der Selbstfindung für Fussball Ost bis heute durchhalten, für alle die muss das Konzept RB ein Schlag ins Gesicht sein. Das gebe ich zu.”
Oder anders gesagt, da kommt ein Millardär in einem klammen Fussballmarkt (Ostfussball) um mit seinen Mios die Marktmacht (sorry BWL-Begriff) an sich zu reißen. Gegenfrage warum hat er sich nicht in München niedergelassen?
Glaub mir da hätte er mit seinen 100 Mios nicht mal ein Trainingsgelände aufbauen können…
“Nun kommt RB als „Heilsbringer“”
Für wen? Für die Kids an den Schulen die ans Zuckerwasser herangeführt werden?
“Die Reaktion des totalen Boykotts, der Ablehnung, des Hasses oder nur Verachtung kann ich in Teilen durchaus nachvollziehen. Sie spiegeln aber nicht die Realität. Es ist halt ein Reflex.”
Sorry,aber was für ein Geschwafel ohne jedliche Sinn…
Boykott der Produkte von Mateschitz ist das einzige probate, legitime Mittel und sehr wirkungsvoll… Also ich möchte als Vermarkter eines Konsumproduktes nicht die ganzen Fussballfans gegen mich aufgebracht haben..
“Immer wieder gern vorgetragen Mitglieder und Mitbestimmung:
Ich denke, in der Realität hat das eine wenig mit dem anderen zu tun”
Es gibt aber Gesetze an die sich auch ein Millardär halten muss, google mal Vereinsgesetz und Wahl des Vorstandes…Wieso in der Realität? In allen Vereinen der Ligen läuft es so ab, vielleicht kannst du Dich noch an die Mitgliederversammlung von Köln vor kurzem erinnern? Traurig nur Geschwafel ohne Fakten…
” Ganz sicher ist: wären von Anfang an nur über eine Mitgliedschaft die Geschicke solch eines Projektes zu bestimmen gewesen, wäre es sofort gescheitert”
Pardebeispiel um das Wort Polemik zu definieren, Respekt…
“Das Ziel, RB langfristig aufzubauen und zwar von ziemlich weit unten”
Beschäftigst Dich noch nicht lange mit Fussball und Rasenballsport Leipzig sonst würdest du Wissen,das sie die Spiellizenz von Markranstädt aufgekauft haben um halt ebend nicht ganz unten anzufangen…Sorry aber bei soviel Unwissenheit muss ich mal wieder fragen, bist du ein Auftragsschreiber?
“Es ist eben eine Gratwanderung, diesen langfristigen Weg zu gehen und nicht einfach eine Championsmannschaft zu kaufen.”
Ähm,sorry was willst du uns damit sagen? Es sind alles 3. und 2.Liga Spieler bei Rasenballsport, die in der 4.Liga spielen…
“Letztlich muss der jetzige Nachwuchs der Garant für den Erfolg werden. Bis dahin ist es aber noch ein Stück. Totengräber des Fußballs:”
Wow was für eine grude Argumentation, nach dem Motto,”Wir machen ma lein bisschen euren Fussball kaputt, aber dann sind wir ja auch wie Ihr…Sorry an Lächerlichkeit nicht zu toppen….
“RB ist sicher kein Türöffner für grenzenlosen Kommerz.”
Gegenbeispiel, sie bewerben das Getränk schon an Kitas und Schulen unter dem Deckmäntelchen des gesunden Sportes für mich grenzenlosesten Kommerz ever….
“Bei RB ist Sport und Sportförderung quasi Kerngeschäft”
Schon mal was von Beispielen gehört?
“Und natürlich ist das Ziel Marketing. Erfolgreiche Arbeit wird mit der Aura eines erfolgreichen Produkts verbunden und umgekehrt. Ehrlicher kann Marketing nun wirklich nicht sein.”
Ähm,denn dürfte er ja nicht mit Rasenballsport Leipzig sein Getränk bewerben, mit dem höchsten Etat und Zweit und Drittliga spieler letzte Saison nicht aufgestiegen, diese Saison kann es auch nix werden. Hmm, irgendwie widerspricht deine Theorie dir selber….
OK. Ich gebe es zu. Ich habe es recht leicht. Ich bin heute um die 40. In meiner jugendlichen Sozialisation habe ich familiären Vorgaben entsprechend keine großartigen Erfahrungen mit Fußball gemacht. Ab und zu mal ins Stadion geschmuggelt, keine regelmäßigen Eskapaden wie manche meiner Klassenkameraden. Rückblickend bedaure ich das durchaus.
Für alle die zu Ostzeiten eng mit dem Fußball verbunden waren und Fußball lebten und auch die Jahre des auf und ab der Selbstfindung für Fussball Ost bis heute durchhalten, für alle die muss das Konzept RB ein Schlag ins Gesicht sein. Das gebe ich zu.
Ich verstehe die Vorhaltungen und ich verstehe die Mahnungen von denen, die schon oft an eine positive Entwicklung, an ein langfristiges Aufwärts geglaubt haben, die Versprechungen noch und nöcher gehört haben und die regelmäßig enttäuscht wurden.
Vor denen, die immer weiter zu ihrem Verein stehen mit dem sie groß wurden, egal welche Liga, habe ich Respekt. Ich kann mich reinversetzten (versuche es wenigsten) und verstehe, dass dies höchsten ganz langfristig mal was mit 1.BL zu tun aber im Prinzip dieser Aufstieg eher als Gefahr für den Club gilt. Es fehlt eben der “Backround” , die finanzstarken Regionalen Sponsoren …
Es ist nicht wegzudiskutieren. Fußball Ost/West haben keine gleiche Grundlage. Diese wird es auf absehbare Zeit auf Grund der jeweils völlig anderen Entwicklung evtl. sogar NIE geben.
Nun kommt RB als „Heilsbringer“ und wird ziemlich schnell von einer großen Masse angenommen. Auch von mir. Ich bin da unbefangen, habe es eben leichter … s.o.
Die Reaktion des totalen Boykotts, der Ablehnung, des Hasses oder nur Verachtung kann ich in Teilen durchaus nachvollziehen. Sie spiegeln aber nicht die Realität. Es ist halt ein Reflex.
Zahlreiche immer wieder vorgetragenen Argumente sind schonmal gut und treffend auf dem Kommentar der BSG Seite „RB doof finden, aber wie?“ treffend wiederlegt.
http://www.chemie-leipzig.de/25.html?&tx_ttnewsbackPid=26&tx_ttnewstt_news=154&cHash=26eb0594a668371e88d45043d50eac25
Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere, weitere Argumentationen:
Immer wieder gern vorgetragen Mitglieder und Mitbestimmung: Ich denke, in der Realität hat das eine wenig mit dem anderen zu tun. Trotzdem würde ich künftig gern Mitglied werden. Ganz sicher ist: wären von Anfang an nur über eine Mitgliedschaft die Geschicke solch eines Projektes zu bestimmen gewesen, wäre es sofort gescheitert. Diese Strukturen müssen eben langsam wachsen. Es hätte wohl an Interessenten gefehlt. Ggf. hätten auch LOK und Chemie über eigene „Mitglieder“ RB quasi feindlich übernommen. Ich denke heute sehe das anders aus. Viele RB Anhänger würden eine verlässliche Vereinsgrundlage bilden. Ich würde mich freuen, wenn das mal passiert. Es wäre aber auch nicht mein Untergang, wenn nicht.
Das Ziel, RB langfristig aufzubauen und zwar von ziemlich weit unten und mit harter Arbeit und regional verbunden, ganz nach oben zu bringen, finde ich jedenfalls sehr ehrgeizig. Bei der Umsetzung bin ich gern dabei. Bis jetzt macht es mir und meinen Kindern enormen Spaß. Das dieser Weg nicht gerade verläuft und das auch Fehler passieren ist doch klar. Hauptsache man lernt draus. Es ist eben eine Gratwanderung, diesen langfristigen Weg zu gehen und nicht einfach eine Championsmannschaft zu kaufen. Letztlich muss der jetzige Nachwuchs der Garant für den Erfolg werden. Bis dahin ist es aber noch ein Stück.
Todengräber des Fußballs: Dieses Argument ist absolut überzogen. RB ist sicher kein Türöffner für grenzenlosen Kommerz. Ich kann mir nicht vorstellen, wer hier in diese Fußstapfen treten könnte und wollte. Die Voraussetzungen hier in Leipzig sind einfach einzigartig.
Bei RB ist Sport und Sportförderung quasi Kerngeschäft. Allein aus diesem Grund ist dies ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist eben nicht „nur“ ein Sponsor. Und natürlich ist das Ziel Marketing. Erfolgreiche Arbeit wird mit der Aura eines erfolgreichen Produkts verbunden und umgekehrt. Ehrlicher kann Marketing nun wirklich nicht sein.
Letztlich muss es jeder für sich allein entscheiden. Jeder der Profifussball / Kommerzfussball ablehnt, lehnt natürlich RB ab. Der „Traditionalist“ sollte sich vielleicht nochmal oder wiedereinmal einen Ruck geben und dem Projekt wenigstens eine Chance geben.
Ich habe keine Bange. Das Projekt wird erfolgreich sein. Ich brauche dazu bloß meinen Bekanntenkreis anzusehen. Viele sind begeistert. Immer mehr sind aktiv dabei. Selbst alte Traditionalisten können dem Vorhaben etwas abgewinnen. Ich kenne eigentlich nur einen einzigen richtigen RB-Hasser persönlich. Allein die vielen Begeisterten Kinder und Jugendlichen sind Garant für den Beginn einer neuen Tradition.
Letztlich das (mein) bestes Argument:
Lange Zeit war Fußball in Leipzig ein „Nischen“-produkt. Letztlich am Rande, für wenige Interessierte. Absolut uninteressant für leistungsstarke Sponsoren. (auf die nun alle angewiesen sind, oder?)
Mit RB ist doch zweifelsfrei Fussball wieder in den Blick der Massen gerückt. Das kann keiner ernsthaft bestreiten. Von dem allgemein großen Interessen profitieren zwangsläufig in den nächsten Jahren auch die Traditionsvereine. Wenn Fussball wieder ein Gesprächsthema ist, steigert sich das Interesse der Sponsoren. Da bekanntlich der Fußball nicht gleichschaltet sondern eher polarisiert, werden mit dem Wachstum der Zahl der RB-Fans auch die anderen FanLager wachsen.
Ich könnte jetzt noch von den gegenseitigen Vorteilen durch die vielfältige Jugendarbeit schreiben, aber … keine Kraft mehr.
Letztlich wird RB mit einem ehrlichen Engagement den Weg in die 1.BL und darüberhinaus gehen. Ganz sicher. Es ist toll dabei zu sein. …
Für welchen Verein sollen sich eigentlich die Mehrheit der Leipziger interessieren? Lok, Chemie, SGLL, …?
Da geht man doch aus Traditionsbewusstsein gerne hin. Guter alter Osten. Ach war das 1964 schön, als ob es erst gestern war.
Und dieses selbstherrliche Gesülze: Die Mehrheit ist gegen RB. Wenn man sieht, dass es 500.000 Einwohner in LE gibt und nur knapp über 40.000 in die RB-Arena passen, dann könnte man schon interpretieren, dass die meisten Leipziger nicht zu RB gehen. Man muss sich das bloß so hindrehen, wie es passen soll. Wie so vieles auf diesen Seiten hier.
Was macht eigentlich Eure Hoffnung auf die ausbleibende Lizenz? Heute war ja wieder ein schöner Artikel in der LVZ. RB und der DFB werden es schon richten. Der DFB ist ja sowieso von RB gekauft und der DFB mag die Ost-Vereine sowieso nicht (Dynamo stellt sich echt als Opfer hin, lachhaft). Und Stefan Oberholz wird’s beim DFB schon richten. Das ist der richtige Mann an der richtigen Stelle. Da habt ihr dann wieder was zum lammentieren.
Schönen Abend mit rot-weißen Grüßen
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